Mit sechs Monaten gehört Tagschlaf weiterhin zum Gesamtbild. Der AASM-Konsens nennt für vier bis zwölf Monate 12–16 Stunden Schlaf pro 24 Stunden inklusive Nickerchen. Das ist eine Orientierung über die Altersgruppe, kein fester Tagesplan.
Grundlage: Paruthi et al. (2016) · BIÖG
Zwei Verteilungen, dieselbe Summe
- Beispiel A
- 10 + 3 = 13 hNachtschlaf + Tagschlaf
- Beispiel B
- 11 + 2 = 13 hNachtschlaf + Tagschlaf
Was ein Schlafplan zeigen kann
Ein Plan kann helfen, Zeiten auseinanderzuhalten. Er kann nicht festlegen, wann dein Kind heute müde sein muss. Gerade bei neuen Alltagssituationen ist ein Blick auf mehrere Tage hilfreicher als der Vergleich mit einer einzelnen Beispielgrafik.
Wähle eine praktische Frage: Ist das letzte Nickerchen später geworden? Oder meint ihr mit «schlechter Nacht» vor allem mehr Unterbrechungen? Unterschiedliche Fragen brauchen unterschiedliche Beobachtungen.
Grundlage: BIÖG
Die 24 Stunden zusammensetzen
Zähle tatsächlichen Schlaf tagsüber und nachts. Die Zeit zwischen Zubettgehen und Aufstehen enthält möglicherweise Wachphasen. In unseren beiden Beispielen ergeben zehn Stunden Nachtschlaf plus drei Stunden Tagschlaf genauso 13 Stunden wie elf plus zwei. Die Verteilung ist erfunden.
Grundlage: Paruthi et al. (2016)
Nickerchen und Mahlzeiten mitdenken
Erfasste Zeiten helfen, euren Tagesablauf zu beschreiben. Sie sind kein Grund, Hunger zu übergehen oder ein deutlich müdes Kind bis zu einer vorgegebenen Uhrzeit wachzuhalten. Auch ein neuer Beikoststart ist kein Versprechen für längere Nächte.
Eine kleine Veränderung beobachten
Wenn ihr beispielsweise einen ruhigeren Übergang am Abend ausprobieren möchtet, notiert zunächst, was ihr verändert habt. Lasst andere Routinen möglichst überschaubar. Ein besserer Abend danach beweist noch keine Ursache.
Ein nützlicher Eintrag könnte lauten: «Abends früher Licht gedimmt, Einschlafen ähnlich wie gestern.» Auch unveränderte Tage sind Informationen. Ihr müsst daraus keine tägliche Auswertung machen.
Wann Unterstützung wichtig ist
Wenn dein Baby krank wirkt, schlecht trinkt oder ungewöhnlich schwer weckbar ist, suche medizinische Hilfe. Auch anhaltende Erschöpfung der Eltern ist ein guter Grund, Unterstützung zu holen. Bei Atemnot oder fehlender Reaktion sofort den örtlichen Notruf wählen.
Häufige Fragen
Muss mein Baby mit sechs Monaten durchschlafen?
Nein. Nächtliches Aufwachen kann weiterhin vorkommen; der Geburtstag setzt keine neue Schlafpflicht.
Wie viele Nickerchen sind vorgeschrieben?
Aus der AASM-Stundenspanne lässt sich keine feste Anzahl ableiten.
Quellen & Einordnung
Die verlinkten Quellen bilden die Grundlage der gekennzeichneten Aussagen. Rechenbeispiele und Alltagstipps dienen der Orientierung. Quellen zuletzt abgerufen am 20. September 2026.
- Paruthi et al. (2016): AASM-Konsens zur Schlafdauer
Fachgesellschaftlicher Konsens, J Clin Sleep Med 12(6), 785–786. Empfehlung ab vier Monaten, inklusive Nickerchen.
- BIÖG: Das Wichtigste zum Schlaf im ersten Lebensjahr
Öffentliche Gesundheitsinformation; individuelle Schlafentwicklung und Orientierungswerte.
- NHS: Helping your baby to sleep
Öffentliche Gesundheitsinformation zu Schlafentwicklung und Alltag.
- NHS: Your baby’s first solid foods
Britische Empfehlungen zu Beikostreife und sicherem Essen.
- DGSM: Schlafstörungen bei Säuglingen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen
Patientenratgeber der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin.
- NHS: Dehydration
Anzeichen für Flüssigkeitsmangel und dringlichen Hilfebedarf.
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und bislang nicht medizinisch fachgeprüft. Mehr über Autorenschaft und Vorgehen.



